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Sarah, das Tanzen und Berlin: »Man kann sein, wer man ist!«
Freestyle

Sarah, das Tanzen und Berlin: »Man kann sein, wer man ist!«

Alle Wege? Führen bei Sarah in Berlins Tanzszene - wegen ihr fühlt sich die 22-Jährige in der Hauptstadt wohl. Und natürlich auch wegen ihrer beiden engen Freunde Maëlle und Osman, die sie genau dort gefunden hat. Im Interview erklärt uns die 22-Jährige dann auch noch, was Freestyle mit Selbstbewusstsein zu tun hat.

  • Interview :
    Marko Knab
  • Fotos:
    David Fischer

Hallo! Die Bilder vom Shooting sehen so aus, als ob ihr da ganz viel Spaß hattet: Leckeres Essen, gutes Wetter und noch bessere Moves. Erzähl uns doch mal, wie der Tag mit Fotograf David Fischer und dem Seat Leon für euch war! 

Es war tausend Mal cooler als ich es zuerst erwartet habe! (lacht) Ich bin immer nervös vor solchen Shootings, weil ich ungern eine Rolle spiele und auch nicht so viel Erfahrung als Model habe. Ich hasse es auch, wenn ich etwas anziehen muss, in dem ich mich nicht wohlfühle – mein eigener Style ist mir sehr wichtig. Darum war ich erleichtert, dass David so spontan und entspannt war. Wir konnten einfach wir selbst sein und frei entscheiden, was wir tun wollen. Er hat es uns ganz einfach gemacht und war auch super lustig. Darum hat sich das Ganze gar nicht wie ein Job angefühlt. Ich hoffe, wir können in Zukunft wieder etwas mit David starten!

Du, Maëlle und Osman standet ja nicht nur zusammen vor der Kamera – ihr seid auch sonst viel zusammen unterwegs. Woher kennt ihr euch?

Wir kennen uns alle vom Tanzen. Maёlle habe ich schon vor zwei Jahren auf einem Battle in Freiburg kennengelernt. Seitdem wir gleichzeitig nach Berlin gezogen sind, sind wir unzertrennlich. Osman haben wir dann hier im Training getroffen. Er hat uns direkt geholfen, in der Szene Anschluss zu finden, und supportet uns bei allem, was wir tun – was natürlich auf Gegenseitigkeit beruht. Die beiden sind wirklich ein Segen!

Was bedeutet Dir das Tanzen persönlich? Und was ist die Faszination dabei?

Tanzen ist für mich viel mehr als ein Hobby. Es ist ehrlich, ohne dabei zu urteilen. Man fühlt sich frei. Nicht nur im Kopf, sondern auch der Körper kann loslassen. Man kann sein, wer man ist, ohne sich verstellen zu müssen. Das ist einfach das schönste Gefühl, das es gibt. Darum tanze ich auch viel lieber Freestyle als eine Choreografie. Dann kann ich zu hundert Prozent ich sein … meine Geschichte erzählen, ohne ein einziges Wort zu sagen. Durch das Tanzen habe ich auch gelernt, dass ich so richtig bin, wie ich bin.

»Tanzen ist für mich viel mehr als ein Hobby. Es ist ehrlich, ohne dabei zu urteilen. Man fühlt sich frei.«

Wie genau hat Dir das Tanzen da geholfen?

Mir fiel es früher schwer, selbstbewusst zu sein, da ich gemerkt habe, dass ich nicht zu den anderen Mädchen in meiner Schule passe. Das hat mich manchmal echt traurig gemacht. In der Hip-Hop,Szene habe ich dann aber viele Menschen kennengelernt, die einfach sie selbst sind – und das ist so viel schöner, als im Trend zu sein. Es geht nicht um deine Herkunft, deinen Kontostand, deine Religion, deine Kleidung oder so. Hip-Hop ist einfach peace, love, unity and having fun! Es ist eine eigene Kultur … ein eigener »safe space«, könnte man auch sagen. Das hat mir Mut gegeben, zu mir selbst zu stehen. Hip-Hop ist für mich einfach Realness. Deswegen möchte ich auch mit dem Tanz arbeiten, um andere Menschen damit zu empowern.

Seit wann tanzt Du eigentlich?

Ich tanze schon, seit ich 8 bin, aber das war nur Choreo-Training. Hip-Hop-Freestyle habe ich dann mit 15 angefangen.

Dein persönlicher »Abgeher-Song«? Und warum gerade der?

Puh, da gibt es viele! Aber spontan würde ich sagen: »Hey Ya!« von OutKast. Der Song wird einfach nie langweilig und macht immer gute Laune. Ich liebe OutKast einfach! Sie sind so vielseitig, kreativ und tatsächlich einzigartig. Und sie haben den Hip-Hop einfach geprägt. Und André 3000 würde ich sofort heiraten! (lacht)

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Was macht Berlin zum Paradies für die Tanzszene in Deutschland?

Berlin ist einfach so multikulturell, vielseitig und groß. Hier ist wirklich jeder Tanzstil vertreten. Es gibt viele verschiedene Szenen, die vor allem auch zusammenkommen – zum Beispiel bei Sessions im Park. Außerdem ist es super easy, Anschluss zu finden: Als ich hier neu war, haben mir alle Tipps für Training, Partys etc. gegeben. Alle sind willkommen! Außerdem gibt es sehr viele Orte und Events, wo man tanzen kann. Und ganz viel davon ist auch umsonst. Das ist so cool, weil ich in meiner Heimatstadt nur Tanzschulen hatte – aber leider keine echte Freestyle-Szene. Das Training mussten wir dann immer selbst organisieren.

Dein erster Gedanke, wenn Du den Seat Leon siehst?

Unabhängigkeit! Als Tänzerin ist man viel unterwegs – und dann immer auf die Bahn angewiesen zu sein, kann echt ätzend sein. Irgendetwas geht immer schief. Ich hatte schon wirklich sehr schlimme Fahrten. Jetzt lache ich darüber, aber es ist eigentlich gar nicht lustig. Vor allem, wie viel Zeit ich an irgendwelchen Bahnhöfen verbracht und verloren habe! (lacht) Sich ins Auto zu setzen und einfach loszufahren ist richtig chillig im Vergleich. Dabei wird dann natürlich nur die beste Musik gehört – die Boxen im Leon sind nämlich top. Es war beim Shooting so lustig, von A nach B zu fahren. Die Fahrt an sich war auch schon ein Abenteuer … Ihr habt die Bilder von uns ja gesehen! (lacht)

»Hip-Hop ist einfach peace, love, unity and having fun! Es ist eine eigene Kultur … ein eigener »safe space«, könnte man auch sagen. Das hat mir Mut gegeben, zu mir selbst zu stehen.«


Abbildungen zeigen Sonderausstattungen.

SEAT Leon 1.5 eTSI 110 kW DSG (150 PS): Kraftstoffverbrauch Benzin, kombiniert: 4,9 l/100 km; CO₂-Emissionen, kombiniert: 112 g/km; CO₂-Effizienzklasse: A*

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